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Rückenschmerzen in der Pflege

  • Autorenbild: Luana
    Luana
  • 8. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden in der Pflege. Kaum ein Beruf belastet den Bewegungsapparat so stark wie die Arbeit mit pflegebedürftigen Menschen. Heben, Drehen, Transfers, Zeitdruck und emotionale Belastungen führen dazu, dass viele Pflegekräfte schon nach wenigen Berufsjahren über chronische Schmerzen klagen. Doch das muss nicht sein: Mit der richtigen Technik, kleinen Anpassungen im Arbeitsalltag und gezielter Prävention lässt sich der Rücken wirksam schützen.


Warum Pflegekräfte besonders gefährdet sind

Die körperliche Belastung in der Pflege ist enorm:


  • Häufige Zwangshaltungen: Arbeiten im Vorbeugen oder Drehen.

  • Schwere Lasten: Patienten transferieren oder im Bett mobilisieren.

  • Zeitdruck: Schnelles Arbeiten führt oft zu ergonomischen Fehlern.

  • Personalmangel: Viele Tätigkeiten werden alleine durchgeführt.


All diese Faktoren führen zu einer ständigen Überlastung der Wirbelsäule und der umgebenden Muskulatur. Ohne Ausgleich kommt es schnell zu Verspannungen, Blockaden oder sogar Bandscheibenvorfällen.


Soforthilfe bei akuten Rückenschmerzen

Wenn der Rücken zuschlägt, helfen einfache Maßnahmen oft schnell weiter:

1. Wärme

Eine Wärmflasche oder ein warmes Bad entspannen die verkrampfte Muskulatur.

2. Sanfte Bewegung

Lockeres Gehen, leichte Dehnungen wirken besser als strikte Bettruhe.

3. Warnsignale kennen

Ausstrahlende Schmerzen in Beine und Arme, Taubheit oder Probleme beim Wasserlassen müssen ärztlich abgeklärt werden.


Die häufigsten Fehler im Pflegealltag

Viele Rückenschmerzen entstehen nicht durch eine einzige falsche Bewegung, sondern durch ständig wiederholte Fehlbelastungen. Dazu gehören:

  • Arbeiten auf zu niedriger Betthöhe

  • Drehen aus dem Rücken statt aus den Beinen

  • Lasten vom Körper wegheben

  • Patiententransfers ohne Hilfsmittel

  • Schnell mal alleine heben

Diese Muster lassen sich mit kleinen Verhaltensänderungen durchbrechen.



So schützt du deinen Rücken im Arbeitsalltag


1. Nutze Hilfsmittel konsequent

Gleitmatten, Rutschbretter oder Lifter sind keine Zeitfresser, sie verhindern Verletzungen.


2. Bett immer hochfahren

Die Betthöhe sollte stets ungefähr auf Hüfthöhe sein, auch für kurze Tätigkeiten.


3. Zu zweit arbeiten, wenn es schwer wird

Ein kurzer Zuruf spart langfristig viele Schmerzen.


4. Mikro-Pausen einbauen

Alle 30–60 Minuten, 10–15 Sekunden aufrichten, Schultern lockern, tief durchatmen.



Langfristige Prävention: Der Rücken braucht Training

Hier ein einfaches Rückentraining für Zuhause:


1. Unterarmstütz (Plank) – 30–40 Sekunden

Stärkt Rumpf, Bauch und unteren Rücken.


2. „Bird Dog“ im Vierfüßlerstand – 30 Sekunden pro Seite

Verbessert Stabilität und Koordination.


3. Beckenheben (Glute Bridge) – 15 Wiederholungen

Entlastet den unteren Rücken und stärkt Gesäß und hintere Kette.


4. Seitstütz – 20–30 Sekunden pro Seite

Ideal für einen starken seitlichen Rumpf.


5. Dehnung des Hüftbeugers – 30 Sekunden pro Seite

Löst eine häufige Ursache für Rückenschmerzen.


6. Kindspose – 1 Minute

Entspannt den gesamten Rücken und fördert Regeneration.


Ein starker Körper schützt dich im Pflegealltag. Bereits 2–3 kurze Einheiten pro Woche reichen aus.

Die Kombination aus Kräftigung und Dehnung ist besonders effektiv.


Mini-Übungen für den Arbeitsplatz

Weil Zeit in der Pflege oft knapp ist, sind kleine Übungen besonders wertvoll:


  • Schulterkreisen beim Gehen

  • Rücken lang machen & Brust öffnen (10 Sekunden)

  • Kniebeugen ohne sich zu setzen

  • Rumpfdrehungen im Sitzen


Schon wenige Sekunden helfen, Verspannungen zu lösen.


Ein gesunder Rücken ist kein Zufall

Rückenschmerzen gehören nicht einfach dazu. Mit der richtigen Technik, bewusstem Arbeiten und gezieltem Training kannst du deinen Rücken nachhaltig schützen. Auch kleine Änderungen im Alltag haben große Wirkung und helfen dir, lange gesund und mit Freude in deinem Beruf zu bleiben.


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