GPS-Tracker für dementiell erkrankte Menschen. Mehr Sicherheit und Selbstständigkeit im Alltag
- Luana
- 7. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit

Wenn ein geliebter Mensch an Demenz erkrankt, verändert sich nicht nur sein Leben – auch Angehörige stehen plötzlich vor neuen Herausforderungen. Eine der größten Sorgen ist das Risiko, dass Betroffene sich verlaufen oder orientierungslos umherirren. Moderne GPS-Tracker können hier eine wertvolle Unterstützung sein: Sie erhöhen die Sicherheit und ermöglichen den Betroffenen zugleich ein Stück Selbstständigkeit.
In diesem Beitrag zeig ich euch, wie GPS-Tracker funktionieren, wem sie helfen, worauf man achten sollte und welche Modelle sich besonders bewährt haben.
Warum GPS-Tracker bei Demenz so hilfreich sind
Viele Menschen mit Demenz verlieren im Verlauf der Erkrankung die Fähigkeit, sich räumlich zu orientieren. Spaziergänge, die früher Routine waren, können plötzlich in gefährliche Situationen führen.
Ein GPS-Tracker kann schnell den Aufenthalsort anzeigen, wenn die Person vermisst wird. Einen Alarm senden, sobald ein vorher festgelegter Bereich verlassen wird. Er kann Notrufe ermöglichen, wenn ein SOS-Knopf integriert ist. Der GPS-Tracker kann Angehörigen Entlastung bieten, ohne dauernd vor Ort sein zu müssen, und er kann die Bewegungsfreiheit sichern, statt sie durch Einschränkungen zu ersetzten.
Die Technik ist also mehr als ein Kontrollinstrument. Sie ist ein Sicherheitsnetz.
Wie funktioniert ein GPS-Tracker?
GPS-Tracker nutzen Satellitensignale, um die Position einer Person zu bestimmen. Die Daten werden anschließend per Mobilfunk an eine App gesendet, die Angehörige in Echtzeit abrufen können. Viele Geräte kombinieren GPS mit WLAN- und GSM-Ortung, um auch in Gebäuden eine bessere Genauigkeit zu erreichen.
Typische Funktionen:
Live-Ortung
Routenverlauf
SOS-Knopf
Sturzerkennung
Sprachkommunikation
Virtuelle Sicherheitszonen
Worauf sollte man beim Kauf achten?
Damit ein GPS-Tracker im Alltag wirklich hilft, müssen einige Kriterien stimmen:
Trageform
Armband, Uhr, Schlüsselanhänger oder Anhänger – das Gerät sollte unauffällig und bequem sein, damit es nicht abgelegt wird.
Bedienfreundlichkeit
Für Angehörige: intuitive App.Für Betroffene: einfache Handhabung, wenige Knöpfe, robustes Design.
Akkulaufzeit
Lange Akkulaufzeit verhindert, dass der Tracker im Ernstfall leer ist.
Genauigkeit & Netzabdeckung
Guter GPS-Empfänger und zuverlässiges Mobilfunknetz sind entscheidend.
Datenschutz & Einwilligung
Der Einsatz sollte transparent besprochen werden. Wenn eine Einwilligung nicht mehr möglich ist, muss die rechtliche Vertretung entscheiden. Ziel ist stets: Schutz, nicht Überwachung.
Welche Modelle eignen sich besonders?
AngelSense GPS-Tracker
Sehr präzise Ortung
Sturzerkennung & Zwei-Wege-Kommunikation
Speziell für Demenz & Autismus entwickelt
JABLOTRON GTrack Senior
Einfaches Bedienkonzept
Gute Akkulaufzeit
SOS-Knopf
Uhrenmodelle (z. B. seniorengerechte Smartwatch)
Unauffällig
Kombinieren Ortung mit Gesundheitsfunktionen
Hinweis: Die beste Wahl hängt immer vom individuellen Nutzungsverhalten und der Akzeptanz durch die betroffene Person ab.
GPS-Tracker als Unterstützung. Sie sind kein Ersatz für Zuwendung
Technik kann Sicherheit geben, aber sie ersetzt nicht menschliche Nähe. Ein GPS-Tracker ist dann am hilfreichsten, wenn er als Ergänzung zur persönlichen Betreuung gesehen wird. Er schafft Freiräume, senkt Stresslevel und kann dazu beitragen, dass Betroffene länger in der vertrauten Umgebung leben können.

GPS-Tracker sind ein wertvolles Hilfsmittel für Menschen mit Demenz und deren Angehörige. Sie bieten Sicherheit, ermöglichen Freiheit und unterstützen im Alltag. Wichtig ist, gemeinsam das passende Modell auszuwählen und die Lösung sensibel und respektvoll einzusetzen.



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